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24 Stundenpflege & Krankenkasse

Auf Augenhöhe mit den Krankenkassen

Höheres Gehalt, bessere berufliche Qualifizierung und sichere Bedingungen für Klienten und Pflegende ergeben sich aus der ergänzenden Vereinbarung mit den Krankenkassen gemäß § 132 a Abs.2 SGB V, im Interview VKK genannt.
Die wichtigsten Neuerungen erklärt der Geschäftsführer Sergej Kamensky im Gespräch mit John-Martin Teuschel.

jomt: Herr Kamensky, die VKK sorgen für neue Arbeitsbedingungen für die Pflegefachkräfte. Warum geht die Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH diesen Schritt?

SK:

Die Verhandlungen zur VKK laufen schon seit 2011 und diese Ergänzung bringt endlich Struktur und Einheitlichkeit mit den verschiedenen Krankenkassen.
Bis vor kurzem hatte jede Krankenkasse ihre eigene Sondervereinbarung. Diese waren oft grundsätzlich – auch bezüglich der Machbarkeit und Realitätsnähe – unterschiedlich gestaltet.
Da ging es um Qualifikationen des Personals, Vergütungsmodelle und auch um erhebliche Vertragsstrafen bei Nichteinhaltungen der Vereinbarungen. Da jede Krankenkasse eigene Regeln hatte und andere Forderungen an unsere Dienstleistung stellten, war die Gesamtsitutation sehr unübersichtlich und nur unter hohem Aufwand zu bewerkstelligen.

jomt: Und das ändert sich jetzt?

SK:

Bei der VKK haben sich 12 Leistungsträger, Krankenkassen, Sozialversicherungen, Knappschaft und der Verband der Ersatzkassen auf eine einheitliche Regelung geeinigt, die für die Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH verbindlich wird. Dadurch werden die Stundensätze erhöht und die Qualität der Mitarbeiter auf hohem Niveau gesichert.
Qualität misst sich an Fortbildung: Im Bild der Geschäftsführer Herr Kamensky bei einer Reanimationsübung: " Es ist wichtig, dass bei jeder Gelegenheit zu wiederholen."
Qualität heißt auch Fortbildung: Im Bild der Geschäftsführer Herr Kamensky bei einer Reanimationsübung: “ Es ist wichtig, dass bei jeder Gelegenheit zu wiederholen.“

jomt: Wie wird die Qualität der Mitarbeiter erhöht?

SK:

Die Sondervereinbarung erhöht die Anzahl der Fortbildungszeiten. Statt den bisherigen 12 Stunden im Jahr, werden Pflegefachkräfte künftig 10 Stunden zusätzlich zu den Themen Beatmungs- und Intensivpflege ausgebildet, also insgesamt 22 Stunden jährlich. Das ist ein großer Vorteil für die berufliche Qualifikation und natürlich auch für die Sicherheit der Klienten.
Außerdem muß der Nachweis erbracht werden, dass die Mitarbeiter durch berufliche Erfahrung oder zusätzliche Ausbildung in der Beatmungs- und Intensivpflege qualifiziert sind.

jomt: Wer bezahlt die Fortbildungenskosten und den Zeitaufwand?

SK:

Da ändert sich nichts. Wie gewohnt trägt die Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH die Fortbildungskosten. Die Zeit gilt als Arbeitszeit.

jomt: Die VKK wirkt sich postiv auf das Gehalt aus. Ab wann können die Mitarbeiter damit rechnen?

SK:

Das genaue Datum und die konkrete Höhe des zukünftigen Lohns steht offen. Sicher ist jedoch ein deutlicher Lohnanstieg und die Erhöhung der Zuschläge, natürlich nur wenn die Bedingungen der VKK erfüllt werden.

jomt: Woran liegt das?

SK:

Das liegt daran, dass die Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH erst die personellen Forderungen der Krankenkassen erfüllen muss. Erst dann, also wenn die personelle Qualität gesichert ist, entsteht der Anspruch aus der neuen Vergütungsregelung der VKK. Diese Vergütung begründet dann den Gehaltsanstieg der Mitarbeiter.

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jomt: Um welche Forderungen handelt es sich?

SK:

Die VKK beinhaltet, dass Leistungen mit hohem intensiv- und behandlungspflegerischen Aufwand nur von Pflegefachkräften mit 3 jähriger Ausbildung, also Kinderkrankenpfleger, Gesundheits-und Krankenpflegern sowie Altenpflegern durchgeführt werden, die innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 1 Jahr für 19,5 Wochenstunden in Bereichen mit Beatmungspflege tätig waren.
Diese Zeit können die meisten unserer Pflegefachkräfte nachweisen, auch die Tätigkeit bei der Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH gehört dazu.

jomt: • und wer diese Zeiten nicht nachweisen kann ?

SK:

Wem die genannten Berufserfahrungen fehlen, der kann sich über eine 120 bzw. 200 stündige Fortbildung zu intensiv- und beatmungspflegerischen Themen qualifizieren. Auch hier gelten unsere Prinzipien: Es ist Arbeitszeit und die Fortbildungskosten trägt unser Unternehmen.

jomt: Dadurch wird die Tätigkeit der Pflegefachkräfte deutlich aufgewertet.

SK:

Ja, und nicht nur das. Die fachliche Stärke des Einzelnen erweitert den Erfahrungsschatz des gesamten Teams. Das ist gut, es gibt den Klienten größere Sicherheit und hebt die berufliche Tätigkeit aller auf ein einheitliches, hochwertiges Niveau. Es fühlt sich gut an, zu wissen, daß der Kollege mindestens so gut ist, wie man selbst.

jomt: Ändert sich auch etwas im Bereich der Pflegedienstleitung im Fortbildungsbedarf?

SK:

Für eine Pflegedienstleistung schreibt die VKK ebenfalls hohe Qualifikation vor, nämlich die Ausbildung als Atmungstherapeut mit pflegerischer Ausbildung oder Fachgesundheits- und Krankenpflege für Anästhesie- und Intensivpflege. Eine 200 stündige Zusatzqualifikation wird bei Berufserfahrung im klinischen Beatmungsbereich (1 Jahr) oder in der außerklinischen Beatmung (3 Jahre) abverlangt. Diese Anforderungen erfüllt unser Leitungsteam bereits.


Das Gespräch wurde am15.07.2016 geführt. jomt

Weiterführende Texte & Quellen

§132a Abs 2 SGB V, AuszugStand 15.07.2016 :Gewährung häuslicher Krankenpflege durch geeignet Personen

§132a Abs 2 SGB V, Originalquelle , https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__132a.html,abgerufen am 04.08.2016

Erläuterung zur VKK ,24 Stunden Pflege / Krankenkasse

Das Interview „In Augenhöhe mit den Krankenkassen“ zum Ausdrucken:Krankenkasse 24 Stundenpflege

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