Betriebsarzt in Pflege und Persönliche Assistenz


Alle zwei Jahre treffen beruflich Pflegende ihren Betriebsarzt. Diese Pflicht bietet allen Betriebsangehörigen eine gesundheitliche Chance und ist ein Baustein zur langfristigen Erhaltung der eigenen Gesundheit und der eigenen Erwerbsfähigkeit.Die Grundlage dafür ist das „Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (ASiG)[2].

 

Betriebsärztliche Untersuchungen bei besonderen Gefahren

 

Betriebsärztliche Untersuchungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Die Gründe dafür sind die Gesundheit, die damit verbundende Erwerbsfähigkeit und die in Pflege und Assistenz besonderen beruflichen Gefährdungen: Für die Haut (Feuchtarbeit und Kontakt mit Gefahrstoffen), den Muskel-Skelett-Apparat (Tragen von Lasten) und die allgemeine Gesundheit (Infektion durch Biostoffe, z.B. MRSA) sind hier besonders erwähnenswert.

 

Keine Zwangsuntersuchung, aber Fürsorgepflicht

 

Natürlich gibt es keine Zwangsuntersuchung, doch die arbeitgeberseitige Fürsorgepflicht hat Vorrang: Es ist Pflegediensten nicht erlaubt Menschen in Pflege und Assistenz zu beschäftigen, die sich arbeitsmedizinischen Untersuchungen entziehen.

 

Beim Betriebsarzt: Experten treffen

 

Viele gehen zur arbeitsmedizinischen Untersuchung, lassen sich impfen, Blut abnehmen, Blutdruck und Puls messen, die Augen testen, beugen sich runter, wieder hoch, husten in die Leiste, ziehen sich an und aus und gehen dann. Das sie während dieser Untersuchung auch Fragen stellen können, ist vielen nicht klar. Dabei ergibt sich hier eine ausgezeichnete Möglichkeit einen echten Experten zu treffen. Arbeitsmediziner untersuchen nämlich nicht nur, sondern sie kennen die Gefahren Ihrer Arbeitswelt sehr gut und kennen auch gute Möglichkeiten, damit Sie sich vor diesen Gefahren schützen können. Nutzen Sie diese Gelegenheit: Die Antworten von Betriebsärzten können Ihnen viel mehr erklären, als Sie im Internet, Zeitungen, Fernsehen oder privatem Austausch erfahren können. Und scheuen Sie sich nicht, dieses frische Wissen mit Ihren Kollegen und Kolleginnen zu teilen.

 

Expertise durch arbeitsmedizinische Aufgaben

 

Die Expertise der Betriebsärzte wird besonders deutlich, wenn man den Umfang Ihrer Aufgaben betrachtet, Das Portal BGW-Online beschreibt das folgend: „Der Betriebsarzt oder Arbeitsmediziner unterstützt Unternehmen, für die er tätig ist, in allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Er hilft bei der Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb und ermittelt, welchen Einfluss die Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Er berät Unternehmer und Beschäftigte bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge, zum Beispiel bei drohenden Gesundheitsgefahren durch gefährliche Stoffe, Lärm, Infektionen, Stress oder Suchterkrankungen, sowie bei Fragen zur Ergonomie. Der Betriebsarzt soll das Unternehmen regelmäßig oder zu bestimmten Anlässen besuchen und seine Tätigkeit dokumentieren. Er führt in der Regel auch die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen durch.“ [1]

 


Mehr? Lesen Sie, wie die Ambulanter Pflegedienst 24 GmbH die betriebsärztliche Untersuchung von Beschäftigten mit Wohnsitz ausserhalb von Berlin umsetzt: Der Betriebsarzt: Für Pflegende eine wichtige Pflicht

Quellen:

 

[1] Betriebsärztliche Betreuung – BGW-online, Website, https://www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/Arbeitsschutzbetreuung/Betriebsaerztliche-Betreuung/Betriebsaerztliche-Betreuung_node.html, abgerufen am 17.03.2017

[2] Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit ASiG – Einzelnorm http://www.gesetze-im-internet.de/asig/__2.html, abgerufen am , abgerufen am 17.03.2017

 

 

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Zuletzt geändert am: 17.03.2017

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